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Zwischen Krisenmodus und KI-Aufbruch

Zwischen Krisenmodus und KI-Aufbruch Markus Wiegand (Foto: Medienfachverlag Oberauer)

Markus Wiegand blickt im neuen „kress pro“ auf eine Branche, in der die wirtschaftliche Lage vielerorts so schlecht ist wie die Stimmung – und erklärt, warum Führung, Weiterbildung und klare Strategien im KI-Zeitalter über Erfolg oder Stillstand entscheiden.

Berlin – Als Profi kennen Sie das: Meistens ist die Lage in dieser Branche besser als die Stimmung. Seit einiger Zeit allerdings müssen wir leider feststellen: Die Lage ist vielerorts genauso wie die Stimmung – nämlich mies. Im Traditionsgeschäft schmelzen die Margen, und im Digitalen bedroht KI Reichweite, Vermarktung und Vertrieb. Schreibt Chefredakteur Markus Wiegand im Editorial des aktuellen „kress pro“ und weiter :

 

Neben diesen ohnehin großen Herausforderungen kommt für viele Führungskräfte eine weitere Aufgabe hinzu: die eigenen Teams bei der Stange zu halten. Einfach ist das nicht, denn derzeit gibt es wenig zu verteilen. Im Gegenteil: Budgets werden an sinkende Erlöse angepasst. Überall in der Branche werden Stellen gestrichen. Die Unsicherheiten wachsen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Mitarbeitenden immer weiter.

 

Die schlechte Stimmung ist mehr als ein Gefühl. Das zeigt eine Auswertung des Mitarbeiterbewertungsportals Kununu: Beim Vergleich der Weiterempfehlungsrate verschiedener Branchen erreichten Medien nur Platz 36 unter 44 Branchen. Gerade mal 61,5 Prozent der Beschäftigten würden ihren Arbeitgeber weiterempfehlen. Andere Branchen wie Versicherung, Energie, Banken oder Steuerberatung kommen auf Werte von fast 80 Prozent. Wenn Sie wissen wollen, wie Mitarbeitende in der Medienbranche ihre Arbeitgeber bewerten, dann werfen Sie einen Blick in unsere Titelstrecke, die die Daten von 140 Medienunternehmen in unserem Arbeitgeber-Ranking auflistet.

 

Wir haben Headhunter Markus Böhler im Interview gefragt, wie Führungskräfte mit der anspruchsvollen Situation in der Personalführung umgehen sollten. Er rät: „Sie sollten so offen wie möglich kommunizieren, ein Zukunftsbild entwerfen, respektvoll sein bei Trennungen und – immer, immer, immer: die Mitarbeitenden ernst nehmen.“

 

Das klingt einfacher, als es ist. Denn viele Führungskräfte fahren im KI-Zeitalter auch nur auf Sicht. Und zur Ehrlichkeit gehört auch, dass es künftig mehr Härtefälle geben wird. In der Vergangenheit haben sich viele Medienhäuser von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getrennt, die die Veränderungen des Geschäfts nicht mitgehen wollten. Künftig wird es wohl auch mehr Menschen treffen, die wollen, aber nicht können.

 

Das Know-how entscheidet

Was in jedem Fall Pflicht wird, ist der Wille zur Veränderung und echte Leidenschaft für Weiterbildung. Das gilt vor allem für Führungskräfte. Wir bei „kress pro“ möchten Sie auf diesem Weg begleiten. Deshalb verstärken wir unseren Nutzwertanteil. Neu geben wir in jeder Ausgabe im Serviceteil Tipps und Ratschläge zu technischen Dienstleistungen, die heute fürs digitale Publishing entscheidend sind. Wir starten mit Digitalprofi Peter Hogenkamp, der erklärt, wie Sie die richtigen technischen Partner für Ihr Newsletter-Geschäft finden.

 

Zudem haben wir zwei neue Service-Kolumnen. Berater Ulf Heyden erklärt, wie Publisher ihre Inhalte optimal bei Werbekunden vermarkten, und US-Korrespondentin Ulrike Langer beschreibt die großen Trends im Publishing und was sie für Sie bedeuten.

 

Außerdem kann ich Ihnen zwei Veranstaltungen ans Herz legen, die Sie beim Thema KI aufschlauen:

Am 4. März können Sie digital beim kress Innovation Day dabei sein und erfahren, wie Publisher ihre Geschäftsmodelle mit KI weiterentwickeln und auf welche Lösungen sie dabei setzen. Margret Seeger etwa berichtet, wie die „Rheinische Post“ KI systematisch in redaktionelle und organisatorische Prozesse integriert: von automatisierter Seitenproduktion bis zu KI-gestütztem Kundendialog.

 

Am 17. und 18. Juni treffen sich zudem Medienmacher zum European Publishing Congress in Wien, ziehen eine erste Bilanz zum Thema KI und tauschen Erfahrungen aus. Dazu gibt es Cases, Cases, Cases. Falls Sie ein spannendes Thema mit rund 500 Führungskräften aus Europa teilen möchten, schreiben Sie mir bitte. Falls Sie sich einfach nur informieren möchten, sind Sie natürlich auch herzlich willkommen. Und falls Sie die geballte Know-how-Ladung nicht interessiert, darf ich Ihnen verraten: Wien ist im Juni einfach wunderbar und immer eine Reise wert.

 

Must-Reads im neuen „kress pro“ 

  • „Top-Leute werden mehr verdienen“: Personalberater Markus Böhler sagt, wie KI den Arbeitsmarkt verändert und welche Führungskräfte jetzt besonders gefragt sind.
  • Die besten Arbeitgeber 2026: 140 Medienhäuser im Check. Wie die Mitarbeitenden ihre Arbeitgeber bewerten. Wie zufrieden sie mit ihrem Gehalt sind. Eine exklusive Auswertung der Daten des Bewertungsportals Kununu.
  • Dank KI: Wie Leserreporter Lokalredaktionen entlasten. Die Oberpfalz Medien haben ihre hyperlokale Berichterstattung an über 2.500 Leserreporter ausgelagert. Die Erfahrungen.
  • KI-Deal und Podcast-Abo: Worauf die „Zeit“ jetzt setzt.
  • Marktführer bei Digitalabos: Die erfolgreiche Strategie der „Grafschafter Nachrichten“.

 

 

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