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Florian Hager als HR-Intendant wiedergewählt

Er wurde fast einstimmig bestätigt. Damit lief die Wahl bedeutend glatter als vor fünf Jahren.

Frankfurt (KNA) – Der Intendant des Hessischen Rundfunks, Florian Hager, ist nahezu einstimmig im Amt bestätigt worden. Der Rundfunkrat des Senders wählte den 50-Jährigen am Freitag im ersten Wahlgang mit 29 von 30 Stimmen für weitere fünf Jahre. Es gab eine Nein-Stimme. Die zweite Amtszeit wurde einstimmig auf fünf Jahre festgelegt.


Hager, zugleich amtierender ARD-Vorsitzender, war der einzige Kandidat. Er ist seit 2021 Intendant. Damals hatte er sich wegen eines Stimmen-Patts mehreren Wahlgängen stellen müssen, bevor er die Mehrheit hatte.


„Luxus, Dinge nicht machen zu dürfen“
Der alte und neue Senderchef legte bei der Rundfunkratssitzung seine Vorstellungen für die Zukunft des Senders in Frankfurt dar, unter anderem zum Thema der schrumpfenden Medienvielfalt. Es gebe auch in Hessen Regionen, wo die Informationsinfrastruktur fast nicht mehr vorhanden sei. „Da entstehen Lücken. Und ich glaube, dass das von unserem Auftrag auch gedeckt ist, dass da, wo Marktversagen herrscht, es unser Job ist, dann auch vor Ort zu sein.“


Hager erklärte es zum Ziel, sich gegen Versuche der Einflussnahme großer Tech-Konzerne und anderer Staaten zu schützen. „Es darf niemand in der Lage sein, zu verhindern, dass wir publizieren.“
Öffentlich-Rechtliche hätten andere Aufgaben als die Privatsender: „Wir können den großen Luxus genießen, Dinge nicht machen zu dürfen. Das tun wir viel zu wenig.“ Die ARD-Strategie besage, dass ihre Sender sich programmlich von Privatsendern unterscheiden müssten. „Dass wir eben nicht das machen, was alle anderen machen, um die Reichweite zu erzielen. Wir müssen erkennbar anders sein.“

 

 

 

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