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Olaf Gersemann verlässt „Welt“ und Axel Springer

Olaf Gersemann verlässt „Welt“ und Axel Springer Olaf Gersemann (Foto: Martin U.K. Langemann / Welt)

Nach 19 Jahren wechselt der bisherige stellvertretende „Welt“-Chefredakteur mit KI-Schwerpunkt in die Selbstständigkeit. Was er genau plant.

Berlin – Olaf Gersemann macht nach knapp zwei Jahrzehnten bei der Welt und Axel Springer Schluss. Das gab der bisherige stellvertretende Chefredakteur mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz auf LinkedIn selbst bekannt. Statt eines neuen Verlagsjobs wagt Gersemann den Schritt in die Selbstständigkeit: Er wolle zunächst als Solopreneur starten, mit der Ambition, daraus ein „veritables, wachstumsorientiertes“ Start-up zu formen.


Der Wechsel erfülle für ihn einen „alten Traum“, schreibt Gersemann. Lange habe er mit einer Gründung geliebäugelt, ihm habe aber bislang die konkrete Geschäftsidee gefehlt. Möglich werde das nun durch den technologischen Fortschritt: KI-gestützte Produktentwicklung rücke eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle in Reichweite, agentische KI erlaube zudem „ultraschlanke Organisationsformen“ – auch für Berufserfahrene. Der „Möglichkeitenraum“ habe sich binnen kurzer Zeit „förmlich explodiert“, so Gersemann. Was genau er plant, wolle er erst mitteilen, sobald er erste zufriedene Kunden habe.


Gersemann war seit 2007 bei der Welt tätig und leitete ab 2010 das Ressort Wirtschaft und Finanzen. Erst im vergangenen Jahr hatte der damalige Welt-Chefredakteur Jan Philipp Burgard eigens eine neue KI-Führungsposition geschaffen und Gersemann zum stellvertretenden Chefredakteur mit KI-Schwerpunkt ernannt. In dieser Rolle sollte er die journalistische Nutzung von KI bei der Welt vorantreiben, etwa mit datenbasierten Analyseformaten und interaktiven Anwendungen.

 

 

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