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„B.Z.“ lässt jetzt Leser die Titelseite mitgestalten

Nach dem Umbau der Redaktion wagt die erste gemeinsam produzierte Ausgabe unter Chefredakteurin Miriam Krekel gleich ein ungewöhnliches Experiment mit den eigenen Lesern.

Die „B.Z.“ hatte im Mai eine grundlegende Neuaufstellung angekündigt: Die Axel Springer Academy of Journalism and Technology übernahm Leitung und Redaktion der Zeitung, die bisherige redaktionelle Struktur wurde abgelöst (kress.de berichtete). Mit der Umstellung ging laut kress-Informationen ein Stellenabbau im niedrigen zweistelligen Bereich einher.

 

Neue Chefredakteurin wurde Miriam Krekel, die bereits von 2017 bis 2022 die „B.Z.“ geleitet hatte und seit 2002 bei Axel Springer tätig ist. Mit der Ausgabe vom 2. September erscheint nun die erste, die junge Journalistinnen und Journalisten der Academy gemeinsam mit den verbliebenen erfahrenen „B.Z.“-Kolleginnen und -Kollegen gestaltet haben.

 

In einem Brief an die Leserschaft beschreibt Krekel den Ansatz: Erfahrung treffe auf neue Ideen, Menschen, die Berlin seit vielen Jahren journalistisch begleiteten, auf junge Reporterinnen und Reporter mit frischem Blick auf die Stadt. Ziel sei es, „dort zu sein, wo die Berliner sind“ – in den Kiezen, auf Straßen und Plätzen, in Schulen, Vereinen, Geschäften, Clubs und Unternehmen.

Teil der neuen Ausrichtung ist das Projekt „Berlin, hör uns zu!“: Für die aktuelle Ausgabe habe die Redaktion mehr als 100 Erstwählerinnen und Erstwähler in allen zwölf Berliner Bezirken befragt, was sie in ihrer Stadt bewege, welche Sorgen sie hätten und was sie von der Politik erwarteten – relevant, weil bei der anstehenden Abgeordnetenhauswahl erstmals auch 16-Jährige wählen dürfen.

 

Als konkretes Experiment überlässt die „B.Z.“ ihren Lesern heute die Titelseite: Sie sollen eigene Schlagzeilen zu dem formulieren, was sie in Berlin ärgert oder glücklich macht, diese fotografieren und einsenden oder in sozialen Netzwerken teilen.

 

 

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