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Neuer OAZ-Herausgeber, Wechsel bei der „Berliner Zeitung“

Neuer OAZ-Herausgeber, Wechsel bei der „Berliner Zeitung“ Holger Friedrich (Foto: IMAGO/epd)

Bei Holger Friedrichs Ostdeutscher Medienholding gibt es erneut personelle Bewegung: Die junge „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ bekommt mit Denis Huschka einen neuen Herausgeber, bei der Schwestermarke „Berliner Zeitung“ enden gleichzeitig zwei prominente Herausgeberschaften.

Sechs Monate nach dem Start der „Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) im Februar ordnet die Ostdeutsche Medienholding (OMH) ihre publizistische Führung neu. Die Abonnentenzahlen befänden sich laut OMH auf einem Höchststand, konkrete Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Parallel eröffnet die OAZ zum 1. September einen neuen Redaktionsstandort in Magdeburg, um die Berichterstattung aus Sachsen-Anhalt zu stärken – auch mit Blick auf die dortige Landtagswahl.

 

Dirk Jehmlich, bislang Geschäftsführer, beendet nach der Gründungsphase Ende September seine Tätigkeit in dieser Funktion und soll künftig in der übergeordneten Holdingstruktur neue Geschäftsfelder entwickeln. Als neuer OAZ-Herausgeber übernimmt Denis Huschka, promovierter Sozialwissenschaftler und Publizist, der zuvor unter anderem als Geschäftsführer eines wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung, am DIW Berlin und am Bundesjustizministerium tätig war. Zu seinen ersten Aufgaben zählten die Berufung der Chefredaktion sowie die weitere Schärfung des publizistischen Profils, so die OMH.

 

OMH-Geschäftsführer Christoph Stiller ordnet den Schritt ein: Der „erfolgreiche Marktstart” zeige, dass der Bedarf an einer überregionalen Qualitätszeitung mit ostdeutschem Standpunkt groß sei. Nach dem Aufbau von Marke und Organisation gehe es nun darum, das publizistische Profil zu schärfen und dafür die journalistische Führung zu stärken. Huschka selbst bezeichnet die OAZ als „das spannendste publizistische Projekt der letzten Jahre".

 

Auch bei der „Berliner Zeitung“ ändert sich die Herausgeberstruktur: Margit J. Mayer, zuvor unter anderem Chefredakteurin von „Architectural Digest“ und „Harper's Bazaar“ sowie „Style Editor“ beim Kunstbuchverlag Taschen, hatte ihre Aufgabe als Herausgeberin bereits zum 1. Juli abgegeben. Laut OMH habe sie den Style- und Magazinbereich des Berliner Verlags verantwortet und der Wochenendausgabe ein eigenständiges Profil gegeben. Michael Maier beendet seine Herausgeberschaft zum Ende September; er habe die digitale Transformation der Zeitung maßgeblich geprägt und widme sich ab Oktober einem neuen Medienprojekt. Die Trennung erfolge laut OMH „in bestem Einvernehmen“. Maier selbst erklärt: „Es war mir eine Ehre, bei diesem spannenden Zeitungsprojekt mitwirken zu dürfen.“

 

Es ist nicht die erste personelle Bewegung bei der OAZ und der OMH: Bereits im März hatte der erste OAZ-Chefredakteur Dorian Baganz das Projekt nur vier Wochen nach dem Start verlassen, kurz zuvor hatte Philippe Debionne den Vorsitz der Chefredaktionen der OMH übernommen. Im Juli hatte sich zudem Verleger Holger Friedrich selbst aus der operativen Geschäftsführung der OMH-Gesellschaften zurückgezogen und war in den Aufsichtsrat gewechselt – die Geschäftsführung lag seither bei Christoph Stiller, Jan Schmidt und Dirk Jehmlich. Im Sommer hatte außerdem ein technischer Fehler in der Autorenliste der OAZ-Website für Aufsehen gesorgt, nachdem mehrere Journalistinnen und Journalisten dort ohne ihr Wissen als Autoren geführt worden waren.

 

Die Ostdeutsche Medienholding vereint den Berliner Verlag und den Ostdeutschen Verlag unter einem Dach; zu ihren Marken zählen neben der Berliner Zeitung und der OAZ auch der „Berliner Kurier“ und „Die Weltbühne“.

 

 

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