Pressefreiheit
Newsroom – Georg Taitl

DW-Journalist Alican Uludağ nach Festnahme wieder freigelassen

Einen Tag nach seiner erneuten Festnahme ist der Journalist der Deutschen Welle, Alican Uludağ, unter Auflagen wieder freigelassen worden. Gegen ihn laufen in der Türkei aber weiterhin Ermittlungsverfahren.

Ankara – Der Gerichts- und Investigativjournalist Alican Uludağ, der für die Deutsche Welle (DW) arbeitet, ist einen Tag nach seiner erneuten Festnahme in der Türkei unter Auflagen wieder freigelassen worden. Das teilte die Deutsche Welle mit.

 

Demnach muss sich Uludağ viermal pro Woche bei der türkischen Polizei melden. Zudem wurde ein Ausreiseverbot gegen ihn verhängt. Das neue Ermittlungsverfahren gegen den Journalisten wird fortgesetzt.

 

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Ankara wurden die Ermittlungen wegen mehrerer Äußerungen Uludağs auf der Plattform X eingeleitet. Als Rechtsgrundlage nannte die Behörde die Artikel 216 (Öffentliche Aufstachelung zu Hass und zur Feindseligkeit sowie Herabwürdigung von Bevölkerungsgruppen) und 217a (Öffentliche Verbreitung irreführender Informationen) des türkischen Strafgesetzbuches.

 

DW-Intendantin Barbara Massing bezeichnete die Festnahme als „zutiefst besorgniserregend“. Journalistische Arbeit dürfe nicht kriminalisiert werden. Uludağ berichte seit vielen Jahren unabhängig über Justiz, Politik und Gesellschaft in der Türkei. Die Deutsche Welle fordere ein rechtsstaatliches und faires Verfahren.

 

Uludağ war bereits am 19. Februar 2026 wegen kritischer Äußerungen auf X festgenommen worden und saß bis zum 21. Mai in Untersuchungshaft. Das Verfahren gegen ihn soll am 18. September fortgesetzt werden.

 

 

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