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Gabor Steingart kritisiert KI-Haltung des „Spiegel“ als „deutsche Konterrevolution“

Gabor Steingart kritisiert KI-Haltung des „Spiegel“ als „deutsche Konterrevolution“ Gabor Steingart (Foto: Oberauer/APA-Fotoservice/Schedl)

Der Gründer von The Pioneer wendet sich gegen die neue Linie des Nachrichtenmagazins zur Nutzung Künstlicher Intelligenz. Er sieht darin eine grundsätzliche Technologie-Skepsis in Teilen der deutschen Kulturszene.

Berlin – Medienflottenadmiral Gabor Steingart holt zum Konter gegen die neue KI-Ächtung beim „Spiegel“ aus, berichtet turi2. In seinem „Morning-Briefing“ spricht er gar von einer „deutschen Konterrevolution“.

 

Zunächst liefert er aber eine Persönlichkeitseinschätzung zu seinem früheren Stellvertreter im „Spiegel“-Hauptstadtbüro, dem heutigen „Spiegel“-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit. Er sei „ein romantisch-pathetischer Mensch“, der viele Romane geschrieben habe, die sogar verfilmt worden seien. „Er ist klug und formuliert besser, als es die KI je können wird.“ Kurbjuweit sei „nicht problematisch“. Problematisch sei aber die neue Positionierung des „Spiegel“, der eine KI-Nutzung in der Redaktion de facto ächte, indem er das Wort „maßgeblich“ aus dem Gebot „KI dürfe nicht maßgeblich eingesetzt werden“ streiche.

 

Steingart erkennt darin ein Muster, das er gleich auf „große Teile der kulturellen Elite“ Deutschlands überträgt. In dieser habe eine „romantisch verklärte Technologieverschlossenheit“ Besitz ergriffen: Elon Musk strebe zum Mars, Deutschland zurück in die Vergangenheit. Hierzulande sei ein Held, wer „US-Firmen wie Palantir, Meta und OpenAI verächtlich macht“. Technologiefeindlichkeit werde als neuer Humanismus verkauft, ätzt der „The Pioneer“-Gründer.


Er schießt zudem eine Spitze in Richtung des „bekannten österreichischen Plagiatsjägers“ Stefan Weber, dessen Namen er allerdings nicht nennt. Dass er KI-Algorithmen nutze, um KI-Texte zu enttarnen, hat für Steingart kafkaeske Züge. Das Verhalten erinnert den Journalisten gar an die Doppelidentität Gottes in der Bibel, „wo der gütige Gott und der strafende Gott die zwei Gesichter des einen Unsichtbaren waren“.

 

 

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