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Newsroom – Georg Taitl

Journalisten bei Anti-AfD-Protest in Erfurt angegriffen – Polizei ermittelt

Journalisten bei Anti-AfD-Protest in Erfurt angegriffen – Polizei ermittelt Max Mannhart (Screenshot: YouTube)

Drei Mitglieder eines „Apollo News“-Reporterteams sollen angegriffen und verletzt worden sein, berichtet Chefredakteur Max Mannhart. Die Polizei bestätigte einen Vorfall mit Journalisten und teilte mit, dass Ermittlungen aufgenommen wurden.

Erfurt –Nach Angaben des Online-Portals „Apollo News“ wurden zwei Reporter und ein Kameramann während der Anti-AfD-Demonstration „Widersetzen“ in Erfurt von Demonstrierenden angegriffen. Ein in den sozialen Medien verbreitetes Video zeigt, wie eine Gruppe Menschen drei Männer verfolgt. Dabei sind unter anderem „Buh“-Rufe sowie der Ausruf „Verpisst Euch!“ zu hören. Im weiteren Verlauf kommt es zu körperlichen Auseinandersetzungen.


Der Chefredakteur von „Apollo News“, Max Mannhart, erklärte, bei den Betroffenen handele es sich um die Reporter Marius Marx und Jonas Aston sowie einen Kameramann. Während ihrer Berichterstattung sei die Stimmung zunehmend aggressiv geworden. Zunächst seien Rufe wie „Nazis raus“ gefallen, anschließend hätten Demonstrierende versucht, mit Plakaten und Schildern die Kameras zu verdecken und die Journalisten zurückzudrängen.


Nach Darstellung von Mannhart wurde Reporter Jonas Aston bereits zu diesem Zeitpunkt körperlich angegriffen und ging zu Boden. Ein Demonstrationsteilnehmer habe versucht, die Situation zu beruhigen und andere Beteiligte zum Aufhören aufzufordern. Dadurch habe sich der Reporter zunächst entfernen können.


Anschließend seien die drei Journalisten laut Mannhart weiter verfolgt worden. Während der Verfolgung seien sie beschimpft sowie mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen worden. Mehrere Personen hätten die Reporter erneut angegriffen, wobei Marx und Aston zu Boden gegangen seien. Mannhart erklärte, die am Boden liegenden Journalisten seien wiederholt getreten worden. Alle drei Teammitglieder hätten Verletzungen erlitten.


Die Polizei bestätigte einen Vorfall mit Journalisten, ohne das betroffene Medium zu nennen. Nach Angaben der Beamten erstatteten die Betroffenen Anzeige, die Ermittlungen wurden aufgenommen. Zwei der Journalisten seien durch Flaschenwürfe verletzt worden. Zudem erklärte die Polizei: „Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten werden von uns konsequent verfolgt.“


Laut Mannhart endete der Angriff erst mit dem Eintreffen der Polizei. Die Reporter wurden zunächst von Rettungskräften vor Ort versorgt und anschließend mit dem eigenen Fahrzeug in ein Krankenhaus gebracht. In einem später veröffentlichten Video erklärten Marx und Aston, sie hätten Schürfwunden erlitten und ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut.


Mannhart bezeichnete den Vorfall als „einen wirklich herausragenden Angriff auf die Pressefreiheit“. Zugleich forderte er die Organisationen, die das Aktionsbündnis „Widersetzen“ unterstützen, zu einer Stellungnahme auf.


Auch die „Junge Freiheit“ berichtete von einem Angriff auf ihr Reporterteam. Nach Angaben des Mediums sei ein Reporter geschlagen worden, zudem sei ihm das Mobiltelefon entrissen und gestohlen worden.

 

 

 

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