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Keine Änderungen bei ARD-Wetter nach Kachelmanns TV-Aus

"Die Verträge für die Wettersendungen laufen mit der Meteomedia AG, nicht mit Herrn Kachelmann", sagte Claudia Scheibel, Sprecherin des für das Wetter im Ersten zuständigen WDR

Köln (dapd). Nach dem angekündigten TV-Aus von Jörg Kachelmann wird das Wetter im Ersten und den Dritten Programmen vorläufig weiter von einem Trio präsentiert. "Die Verträge für die Wettersendungen laufen mit der Meteomedia AG, nicht mit Herrn Kachelmann", sagte Claudia Scheibel, Sprecherin des für das Wetter im Ersten zuständigen WDR, am Mittwoch auf dapd-Anfrage. Bis Kachelmanns Unternehmen Gespräche mit der ARD aufnehme, gelte die seit März gültige Regelung mit Claudia Kleinert, Sven Plöger und Alexander Lehmann. Scheibel sagte, vor dem Ende des Prozesses gegen Kachelmann seien keine Gespräche zu erwarten.

Auch Urs Knapp, Mitgesellschafter der für Meteomedias Pressearbeit zuständigen Beratungsfirma Farner Consulting, bestätigte der Agentur die Regelung. Diese sei "erfolgreich und wird weitergeführt".

Der Wettermoderator, der sich derzeit wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten muss, hatte in der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) angekündigt, seine TV-Präsenz unabhängig vom Ausgang des Prozesses zu beenden: "Ich werde nach all dem keine Wettersendungen mehr moderieren können. Nachdem Staatsanwaltschaft und Medien mein angebliches Privatleben gewaltsam öffentlich gemacht haben, wär's mit dem Blumenkohlwolken-Onkel wohl schwierig." Das Kapitel Fernsehen "ist dadurch für mich beendet worden".

Den Wetterdienst Meteomedia hatte Kachelmann 1990 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt heute 100 Mitarbeiter in Deutschland, Kanada, den USA und der Schweiz.Knapp sagte, Kachelmann bleibe Präsident des Verwaltungsrates und lasse zurzeit seine Position als Verwaltungsrat ruhen. Das Urteil im Vergewaltigungsprozess soll am 21. Dezember gesprochen werden.