Vermischtes
Newsroom – Georg Taitl

Medienhäuser wollen bei KI stärker kooperieren

Eine Befragung des AI for Media Network des Bayerischen Rundfunks zeigt eine überwiegend positive Haltung zu KI in Medienunternehmen. Gleichzeitig sehen die Befragten Risiken.

München – Künstliche Intelligenz gehört in vielen Medienunternehmen der DACH-Region zum Arbeitsalltag. Mehr als 80 Prozent der Befragten einer Online-Erhebung des AI for Media Network des Bayerischen Rundfunks nehmen in ihrem Unternehmen eine befürwortende Haltung gegenüber KI wahr.


Eingesetzt wird KI vor allem für Übersetzungen, Transkriptionen, Recherche, Themenfindung sowie die Produktion und Bearbeitung von Texten. Nachholbedarf sehen die Befragten vor allem bei der technischen Integration von KI und bei der Datenkompetenz. Für den Einsatz seien neben technologischen Lösungen auch Know-how, geeignete Strukturen und gemeinsame Standards erforderlich.


Die Befragten sehen KI sowohl als Chance als auch als Risiko für den Journalismus. Als Chancen werden unter anderem Effizienzgewinne, die Entlastung von Routineaufgaben, neue journalistische Formate sowie bessere Möglichkeiten bei Analyse, Verifikation und Barrierefreiheit genannt. Zu den Risiken zählen Desinformation, KI-Fakes, verzerrte Daten, der Verlust journalistischer Kompetenzen und Abhängigkeiten von großen Technologieunternehmen.


Besonders hoch ist der Wunsch nach Kooperation. 91,7 Prozent der Befragten wollen im Bereich KI mit anderen Medienunternehmen zusammenarbeiten, 90,5 Prozent mit wissenschaftlichen Einrichtungen.

 

 

Sie möchten aktuelle Medien-News, Storys und Praxistipps lesen – und sich über Jobs, Top-Personalien und Journalistenpreise aus Deutschland informieren? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.

 

Sie haben Personalien in eigener Sache oder aus Ihrem Medienhaus? Oder ist Ihnen in unseren Texten etwas aufgefallen, zu dem Sie sich mit uns austauschen möchten? Dann senden Sie Ihre Hinweise bitte an georg.taitl@oberauer.com.