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Newsroom – Markus Trantow

Medienwissenschaftler fordert Rückzug von Journalisten aus sozialen Netzwerken

Medienwissenschaftler fordert Rückzug von Journalisten aus sozialen Netzwerken Stephan Weichert (Foto: Martin Kunze)

In einem Essay im österreichischen „Falter“ plädiert Stephan Weichert für ein Ende journalistischer Social-Media-Aktivitäten und warnt zugleich vor einem unkritischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Journalismus.

Wien – Journalistische Medien sollten nach Ansicht des Medienwissenschaftlers Stephan Weichert den Mut aufbringen, ihre Social-Media-Aktivitäten vollständig einzustellen – insbesondere auf Instagram, TikTok und LinkedIn. In einem Essay im „Falter“ bezeichnet Weichert einen solchen Schritt als „Akt kollektiver Selbstbehauptung“. 

 

Mit ihren Angeboten würden Medien junge Menschen auf Plattformen ziehen, vor denen sie eigentlich warnen müssten, argumentiert Weichert. Auch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Journalismus sieht er kritisch. Je mehr Inhalte automatisiert entstünden, desto wertvoller würden als glaubwürdig oder menschlich empfundene Beiträge. Gleichzeitig steige mit dem Einsatz von KI die Gefahr, dass journalistische Arbeit insgesamt an Vertrauen verliere. Je mehr Journalistinnen und Journalisten KI nutzten, „desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ihre gesamte Arbeit vom Publikum pauschal als ‚KI-generiert‘ abgewertet wird“.

 

 

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