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ProQuote: Frauenanteil in journalistischen Führungspositionen sinkt erneut

ProQuote: Frauenanteil in journalistischen Führungspositionen sinkt erneut ProQuote lädt ein zum Spiel.

Zum fünften Mal in Folge ist der Frauenmachtanteil in deutschen Leitmedien zurückgegangen. Das zeigt die aktuelle Leitmedienzählung von ProQuote Medien. Zum Ranking.

Hamburg – Der Frauenmachtanteil in den deutschen Leitmedien ist erneut gesunken. Nach der aktuellen halbjährlichen Leitmedienzählung von ProQuote Medien liegt der gewichtete Frauenmachtquotient bei 37,3 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im Januar 2026 und der fünfte Rückgang in Folge.

 

Nach Angaben von ProQuote Medien handelt es sich dabei nicht mehr um einzelne Schwankungen, sondern um einen Abwärtstrend. Der Verein fordert weiterhin eine paritätische Verteilung von Führungspositionen im Journalismus.

 

Deutliche Rückgänge verzeichnet die Auswertung bei der „Süddeutschen Zeitung“ (minus 3,6 Prozentpunkte), der „Welt“ (minus 2,1) und der „Zeit“ (minus 1,6). Zuwächse gab es beim „Stern“ (plus 2,0), „Focus“ (plus 1,4) und der „Bild“ (plus 1,3).

 

An der Spitze des Rankings steht weiterhin die taz mit einem Frauenmachtanteil von 61,9 Prozent. Es folgen die „Süddeutsche Zeitung“ mit 49,1 Prozent, der „Spiegel“ mit 41,4 Prozent und die „Zeit“ mit 41,0 Prozent. Am unteren Ende liegen „Focus“ (25,3 Prozent), die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (25,0 Prozent) und die „Welt“ (14,6 Prozent). Nach Angaben von ProQuote Medien liegt damit erstmals seit Beginn der Erhebung ein Medium unter einem Frauenmachtanteil von 15 Prozent.

 

Von den neun untersuchten Chefredaktionen sind nach der Auswertung vier ganz oder teilweise mit Frauen besetzt: bei der „Süddeutschen Zeitung“, „Bild“, „Focus“ und der taz.

 

Seit 2012 erhebt ProQuote Medien die Frauenanteile in journalistischen Führungspositionen. Die Auswertung basiert auf den Impressen der neun untersuchten Leitmedien und berücksichtigt sechs Hierarchieebenen von der Chefredaktion bis zur stellvertretenden Ressortleitung. Je höher die Führungsposition, desto stärker fließt sie in den Frauenmachtanteil ein.

 

 

 

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