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KNA

RBB besetzt umstrittene Landesleitung für Brandenburg

Jana Cebulla soll den im neuen RBB-Staatsvertrag geschaffenen Posten parallel zu ihrer Aufgabe als Programm-Managerin übernehmen und die Interessen Brandenburgs gegenüber der Hauptstadt-Dominanz von Berlin wahren.

Berlin (KNA) – Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat die intern umstrittene Position der Leitung des Landesangebots Brandenburg besetzt. Der Rundfunkrat des Senders wählte am Donnerstag die Leiterin Programm-Management des RBB, Jana Cebulla, auf den Posten. Sie wird damit übergeordnet für die für Brandenburg vorgesehenen regionalen Auseinanderschaltungen im RBB-Fernsehen und das regionale Hörfunkprogramm Antenne Brandenburg zuständig.


Die mit dem seit 2024 geltenden RBB-Staatsvertrag geschaffene Position war bislang unbesetzt geblieben. Sie wurde vor allem auf Betreiben von Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) eingerichtet, da sich Brandenburg in der Berichterstattung gegenüber der Hauptstadt Berlin benachteiligt sah. Ursprünglich sollte es auch eine entsprechende übergeordnete Leitungsposition für Berlin geben.


Verfassungsklage 2025 gescheitert
RBB-Intendantin Ulrike Demmer hatte gegen diese und weitere Regelungen des Staatsvertrags Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe erhoben, da sie dadurch die Rundfunkfreiheit eingeschränkt sah. Das Bundesverfassungsgericht erklärte im Januar 2025 die Regelungen für zulässig. Im Zuge der laufenden Novellierung des Staatsvertrags hatte der Berliner Senat aber auf eine eigene Landesleitung verzichtet.


In ihrer neuen Aufgabe werde Jana Cebulla sicherstellen, dass Brandenburg und brandenburgische Perspektiven in Planungs- und Entscheidungsprozessen sowie bei der Weiterentwicklung des RBB-Gesamtangebots angemessen berücksichtigt werden, so der Sender. In dieser Funktion soll Cebulla auch die Vernetzung des RBB im Land Brandenburg fördern.

 

 

 

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