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Newsroom – Georg Taitl

RTL und Sky bauen weitere 500 Vollzeitstellen ab

RTL und Sky bauen weitere 500 Vollzeitstellen ab Stephan Schmitter (Foto: RTL / Marina Rosa Weigl)

RTL-Chef Stephan Schmitter hat den Abbau angekündigt. Die Kürzungen stehen im Zusammenhang mit der geplanten Zusammenführung der Unternehmen. Der DJV warnt vor Folgen für den Journalismus.

Köln – Bei RTL Deutschland und Sky Deutschland sollen bis Ende 2027 rund 500 Vollzeitstellen wegfallen. RTL-Chef Stephan Schmitter informierte die Beschäftigten am Donnerstag in einem Business-Update über den geplanten Abbau. Hintergrund ist die geplante Zusammenführung der beiden Unternehmen und der damit verbundene Abbau von Doppelstrukturen.


Nach Angaben einer RTL-Sprecherin entfallen die rund 500 Stellen auf RTL und Sky, der überwiegende Teil davon bereits im Jahr 2026. Die Zahl bezeichnet Vollzeitäquivalente und entspricht daher nicht zwingend der Zahl der betroffenen Personen. Der Abbau soll nach Unternehmensangaben sozialverträglich erfolgen. Unter anderem sollen auslaufende Verträge nicht verlängert und offene Stellen nicht nachbesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen dadurch vermieden werden. Zudem ist ein Freiwilligenprogramm mit Abfindungen sowie Angeboten zur beruflichen Neuorientierung und Umschulung vorgesehen.


Bereits Ende 2025 waren bei RTL Deutschland im Zuge von Sparmaßnahmen rund 600 Stellen gestrichen worden. Mit dem nun angekündigten Abbau erhöht sich die Zahl der seitdem angekündigten Stellenstreichungen bei RTL und Sky damit auf rund 1.100 Vollzeitstellen.


Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den Fusionsplänen von RTL Deutschland und Sky Deutschland. Die Unternehmen erwarten durch die Zusammenführung innerhalb von drei Jahren jährliche Synergien von 250 Millionen Euro. Ein wesentlicher Teil soll durch Einsparungen bei Inhalten und Sachkosten erzielt werden.

 

„Massiver Kompetenzverlust“
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte den neuerlichen Stellenabbau. Bundesvorsitzender Mika Beuster sprach von einem „massiven Kompetenzverlust“ für den Journalismus und warnte vor möglichen Folgen für Qualität und Vielfalt. Der DJV erklärte, Redaktionen würden durch den Stellenabbau erheblich ausgedünnt.


Wie stark die angekündigten Kürzungen einzelne Redaktionen und journalistische Bereiche betreffen, ist bislang nicht im Detail bekannt.

 

 

 

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