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Newsroom – Markus Wiegand

Steingarts Media Pioneer erstmals profitabel

Steingarts Media Pioneer erstmals profitabel Gabor Steingart (Foto: IMAGO / Future Image)

Das Medien-Start-up Media Pioneer um Gabor Steingart hat 2024 erstmals einen Jahresüberschuss erzielt. Nach Informationen von „kress pro“ stiegen Umsatz und Ergebnis deutlich.

Berlin – Erstmals sind Zahlen durchgesickert, wie es bei Steingart wirtschaftlich läuft. Markus Wiegand berichtet exklusiv in „kress pro“.

 

Seit dem Start vor sieben Jahren trommelt das Start-up Media Pioneer in eigener Sache wie kaum ein anderes Medienhaus hierzulande. Eher zurückhaltend war das Unternehmen dagegen mit harten Geschäftszahlen. Bisher wusste man aus den Angaben im „Bundesanzeiger“ nur, dass sich bis 2023 Jahresfehlbeträge von 17,2 Millionen Euro aufsummiert hatten.

 

Umsatzzahlen musste Media Pioneer bisher nicht nennen, weil das Unternehmen zu klein war. Das hat sich geändert: Für das Jahr 2024 meldete das journalistische Start-up einen Umsatz von 12,4 Millionen Euro (2023: 9,2 Millionen) und ist mit einem Jahresüberschuss von 1,0 Millionen Euro (2023: minus 1,3 Millionen Euro) erstmals in die Gewinnzone vorgestoßen. 2024 erwirtschaftete Media Pioneer ein Ebitda-Ergebnis (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 3,1 Millionen Euro, was einer ungewöhnlich hohen Marge von 25 Prozent entspricht.

 

Der Grund für das gute Ergebnis: Die Personalkosten (5,8 Mio. Euro) sind leicht gesunken, während der Umsatz deutlich gesteigert wurde. Zudem hat das Unternehmen ein zweites Medienschiff in Betrieb genommen.

 

Noch erstaunlicher sind die Zahlen für 2025, die freilich noch nicht offiziell im „Bundesanzeiger“ vermeldet worden sind, sondern im Umfeld des Beteiligungsmanagements von Axel Springer durchsickerten, das 36 Prozent an dem Start-up hält.

 

Weitere Investitionen
Demnach beeindruckte Media Pioneer im vergangenen Jahr mit einem Riesensprung beim Umsatz auf neu 21,2 Millionen Euro und erwirtschaftete ein Ebitda-Ergebnis von 4,5 Millionen Euro. Zum Jahresende zählte die Marke demnach 75.000 Abonnenten. Rund drei Viertel des Umsatzes kommen über die Abonnenten. Der Rest verteilt sich auf Events, Touren und Weiterbildungen.

 

Auf Medienkongressen predigt Steingart immer, dass die Veranstaltungen wichtig seien, um eine enge Bindung zum Publikum aufzubauen, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen und die Haltbarkeit zu steigern. Allein im vergangenen Jahr führte Media Pioneer rund 150 Veranstaltungen durch und erreichte dabei zwischen 12.000 und 15.000 Menschen.

 

Steingart wäre nicht Steingart, wenn er sich damit zufriedengeben würde. Der Media-Pioneer-Chef hat bei Springer Pläne präsentiert, die in den kommenden Jahren Investitionen von rund 40 Millionen Euro vorsehen. Das Ziel: So soll der Umsatz auf 54 Millionen Euro steigen und dann ein Ebitda von 14 Millionen Euro einbringen.

 

Dem Vernehmen nach sind sich Steingart und Springer schon einig. Finanziert werden soll das Ganze aus dem Cashflow, einer Kapitalerhöhung und Krediten. Formell müssen die ehrgeizigen Wachstumspläne allerdings noch beschlossen werden.

 

Was die Quellen nicht verrieten: Wie der Umsatz sich in den kommenden Jahren erneut mehr als verdoppeln soll. Es scheint aber klar zu sein, dass dies nicht allein aus dem Abowachstum finanziert werden kann. Steingart habe dazu neue Pläne und Ideen präsentiert, heißt es bei den Quellen, die aber nicht ins Detail gehen mochten.

 

Must-Reads im aktuellen „kress pro“:

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Das Bundeskriminalamt soll der RTL-Reporterin Angelique Geray laut „Süddeutscher Zeitung“ während einer Undercover-Recherche eine aktive Einflussnahme vorgeworfen haben. RTL weist die Darstellung zurück.