Vermischtes
Newsroom

Theresa Ebel: „Hass im Netz ist Alltag“ – Wie wir damit umgehen können

Theresa Ebel: „Hass im Netz ist Alltag“ – Wie wir damit umgehen können Theresa Ebel

Empathie-Expertin Theresa Ebel liefert Journalistinnen und Journalisten wichtige Erkenntnisse im Umgang mit Hatespeech.

Berlin – Ihre Berufsbezeichnung ist in der Medien- und Kommunikationswelt nicht ganz alltäglich. Theresa Ebel wirkt als „Head of Empathy“ bei September Strategie & Forschung. Ebel untersucht bei der Kölner Firma gesellschaftlich relevante Zeitgeistthemen, um Empathie auf sozialer, unternehmerischer und individueller Ebene zu fördern. Sie ist seit 14 Jahren in der psychologischen Markt- und Bedürfnisforschung tätig. Im aktuellen „kress pro“ erklärt sie ihre Erkenntnisse:

 

Theresa Ebel über ihren ungewöhnlichen Job:

„,Head of Empathy‘ ist für mich der sinnhafteste Titel mit den dazugehörigen Inhalten, den ich mir als Soziologin, Marktund Bedürfnisforscherin sowie als Coach vorstellen kann. Dieser Titel steht für mich dafür, Theresa Ebel „Hass im Netz ist Alltag“ dass wir im Umgang miteinander, gerade in Zeiten komplexer Krisen, ein menschenzentriertes Umdenken brauchen.“

 

… was Medienhäuser gegen Hatespeech auf ihren Angeboten tun können:

„Es braucht eine klare Strategie, wie Plattformen soziale Normen etablieren und vor allem durchsetzen können – dazu gehören auch Sanktionen, wie sie im sozialen Miteinander seit Menschengedenken üblich sind. Denn: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Für Betreiber:innen digitaler Formate bedeutet das konkret die aktive Moderation von Inhalten und Diskussionen, z. B. sich als Marke deutlich gegen konkrete Hasskommentare zu stellen. Auch die klare Formulierung und aktive Gestaltung der Netiquette sowie die Durchsetzung des eigenen ,digitalen Hausrechts‘, also aktive Verwarnung, Sperrung und gegebenenfalls strafrechtliche Verfolgung, müssen in den Fokus genommen werden, um Betroffenen aktiv zur Seite zu stehen und Verantwortung zu übernehmen.“

 

… was elementar für Medienhäuser im Umgang mit Hatespeech ist:

„Der erste Schritt ist, sich der Verantwortung bewusst zu werden, die in Zukunft sicher nicht weniger wird. Expertise auszubauen und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sich aktiv mit der Debattenkultur befassen, ist aus unserer Sicht unumgänglich. Das ist kein Job, der nebenher funktioniert.“

 

Den ganzen Artikel zu Hate-Speech finden Sie hier.