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Thomas Rabe verteidigt Stellenabbau bei RTL und Sky

Thomas Rabe verteidigt Stellenabbau bei RTL und Sky Thomas Rabe (Foto: IMAGO / APress)

Zugleich kündigt der Bertelsmann-Chef weitere Zukäufe und größere Transaktionen für den Konzern an.

Gütersloh – Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hat sich im „Handelsblatt“ im Gespräch mit Anna Westkämper zum jüngst bekannt gewordenen Stellenabbau bei RTL und Sky geäußert. Rabe verweist darauf, dass im Zuge des RTL-Sky-Deals von vornherein angekündigt worden sei, Doppelstrukturen in Köln und München abzubauen. „Die 500 Stellen sind natürlich eine große Zahl, aber unsere Einschätzung ist, dass diese Einsparung erforderlich ist, um die Doppelstrukturen abzubauen und ein noch schlagkräftigeres Unternehmen aufzubauen. Wir schneiden hier keineswegs in die Substanz.“ Der Abbau solle sorgfältig erfolgen; aktuell verhandle der Konzern mit den Arbeitnehmervertretern über eine sozialverträgliche Umsetzung.


Parallel meldet Bertelsmann eine große Fusion in der Bildungssparte: Die brasilianische Hochschulgruppe Afya soll mit dem Anbieter Yduqs zusammengehen, wodurch sich die Bildungssparte im Anteil am Konzernergebnis mehr als verdoppeln könnte.


Für den Gesamtkonzern bedeutet die Transaktion einen weiteren Wachstumsschub: Rabe erwartet für Bertelsmann künftig einen Umsatz von 23 Milliarden Euro und ein Ergebnis von mehr als vier Milliarden Euro: „Ein Niveau, das wir noch nie hatten“, so Rabe. 2025 hatte der Konzern einen Umsatz von rund 19 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern von gut drei Milliarden Euro erzielt. Es sei die dritte große Transaktion des Konzerns in diesem Jahr, nach der RTL-Sky-Fusion im Frühjahr und dem Zusammenschluss der Musikunternehmen BMG und Concord Anfang September, in den Bertelsmann mehr als eine Milliarde Euro investiert hatte.


Rabe kündigte zudem weitere Zukäufe an: Der Konzern arbeite derzeit an „ein bis zwei größeren Transaktionen“. Im Fokus stehe dabei der französische Fernsehsender M6, der zur RTL-Gruppe gehört. Für ihn werde nach einer Lösung gesucht, „um weiter skalieren zu können, ähnlich wie wir es bei RTL Deutschland und Sky bereits machen“. Das sei notwendig, um im Wettbewerb mit amerikanischen Streaming-Plattformen konkurrieren zu können.

 

 

 

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