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Newsroom – Marcus Hebein

„WirtschaftsWoche“ feiert 100. Geburtstag

„WirtschaftsWoche“ feiert 100. Geburtstag Screenshot (Wirtschaftswoche)

Zum Jubiläum erscheint eine 140 Seiten starke Ausgabe unter dem Titel „Best of Germany“ mit drei verschiedenen Titelseiten.

Berlin – Die „WirtschaftsWoche“ wird 100 Jahre alt. Am 1. Oktober 1926 erschien in Berlin die erste Ausgabe des „Deutschen Volkswirt“, aus dem später die „WirtschaftsWoche“ hervorging. Zum Jubiläum erscheint am Donnerstag eine 140 Seiten starke Ausgabe unter dem Titel „Best of Germany“ – mit drei unterschiedlichen Titelseiten, wie die „Wirtschaftsjournalist:in“ berichtet.

 

Chefredakteur Horst von Buttlar beschreibt das Heft als „eine Reise zu den Nervenfasern und Gehirnzellen unserer Republik“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Deutschland seine Stärken für künftiges Wachstum nutzen kann. Das Jubiläum begeht die Redaktion bereits das gesamte Jahr über mit Veranstaltungen, Sonderformaten und Rückblicken auf die Geschichte des Magazins.

 

Gegründet wurde der „Deutsche Volkswirt“ vom Ökonomen und Journalisten Gustav Stolper, seine Frau Toni Stolper war Schriftleiterin. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Zeitschrift zeitweise verboten, Stolper emigrierte in die USA. 1949 gründete Franz Reuter den „Volkswirt“ in Frankfurt neu. 1966 übernahm „Zeit“-Verleger Gerd Bucerius das Blatt, 1970 erhielt es seinen heutigen Namen „WirtschaftsWoche“.

 

Zum Jubiläum kehrt die WiWo auch an ihren Ausgangspunkt zurück: Chefredakteur von Buttlar lädt am Montag ab 18 Uhr zu einer Live-Ausgabe seines Podcasts „Leben mit Aktien“ ins Ritz-Carlton am Potsdamer Platz in Berlin. An dieser Adresse befand sich 1926 die erste Redaktion des „Deutschen Volkswirt“.

 

Die Geschichte des Magazins war immer wieder von großen Recherchen und Auseinandersetzungen mit Unternehmen geprägt. Dazu zählen Konflikte mit SAP-Gründer Dietmar Hopp, dem damaligen Telekom-Chef Ron Sommer und Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch. Ende der 2000er-Jahre wurde zudem bekannt, dass die Deutsche Telekom im Zuge ihrer Spitzelaffäre auch „WirtschaftsWoche“-Journalisten überwacht hatte.

 

Von Buttlar bezeichnet das Jubiläum als „gewaltiges und reiches Erbe“. Die Redaktion wolle allerdings nicht nur zurückblicken: „Wir feiern erst einmal das, wofür wir stehen.“ Als Grundsätze nennt die WiWo Freiheit, Unternehmertum, Demokratie, offene Märkte und fairen Wettbewerb. 

 

 

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