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Datenleck bei „Nius“: Informationen von 12.000 Abonnenten betroffen

Knapp neun Gigabyte interne Daten sind öffentlich zugänglich geworden. Das Recherchenetzwerk „Correctiv“ berichtet über den Vorfall, von dem auch Abonnenten und redaktionelle Informationen betroffen sind. Chefredakteur Julian Reichelt erhebt Vorwürfe gegen „Correctiv“.

Berlin – Das Online-Medium „Nius“ um Chefredakteur Julian Reichelt verzeichnet ein massives Daten-Leak, berichtet turi2 unter Berufung auf das Recherche-Netzwerk „Correctiv“. Knapp neun Gigabyte an internen Daten seien frei im Internet verfügbar. Der Datensatz enthalte Informationen über rund 12.000 Abonnenten, darunter Klarnamen, Wohnanschriften und Teile von Kreditkartennummern. Zudem umfasse das Leak redaktionelle Daten wie 21.489 Beiträge, Kontakte von Gesprächspartnern und die wahren Identitäten von Autoren. Reichelt bestätigt den Vorfall und kündigt eine Strafanzeige gegen Unbekannt an.

 

Bereits am Mittwoch hatte Reichelt „Correctiv“ bei „Nius“ vorgeworfen, die gestohlenen Daten mutmaßlich schon länger besessen und die „Nius“-Redaktion vor dem Datenabfluss nicht gewarnt zu haben. Damit habe „Correctiv“ nach Ansicht Reichelts eine „Straftat verheimlicht“. „Correctiv“ teilt auf Anfrage des Deutschlandfunks mit, man sei zu keinem Zeitpunkt an einer illegalen Beschaffung von Daten beteiligt gewesen. Kern der eigenen Recherche sei, dass die Datensicherheit bei „Nius“ nicht gewahrt zu sein scheine. Bereits im vergangenen Sommer hatten Hacker Nutzerdaten von „Nius“ erbeutet.


Quellen: correctiv.org, t-online.de, spiegel.de, deutschlandfunk.de


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