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KNA

„Kölner Stadt-Anzeiger“ baut kurzfristig mehr als 50 Stellen ab

Insgesamt arbeiten beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ derzeit noch gut 250 Redakteurinnen und Redakteure. Nun soll etwa ein Fünftel davon bis Ende September gehen. Wie es mit ihnen weitergeht, ist derzeit offen.

Köln (KNA) Beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ fallen bis Ende September mehr als 50 Stellen in der Redaktion weg. Das gab das Unternehmen am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Hintergrund des Stellenabbaus sei die Umstellung auf digitale Zeitungsproduktion. Insgesamt sind beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ derzeit 256 Redakteurinnen und Redakteure beschäftigt.


In Zusammenhang mit den Kürzungen wird die Tochtergesellschaft Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG) aufgelöst. Sie war bislang zuständig für Inhalte und Produktion der Regionalteile rund um Köln. Als der DuMont-Verlag, zu dem auch der „Kölner Stadt-Anzeiger“ gehört, im Februar die „Kölnische Rundschau“ übernommen hat, gingen auch die Rundschau-Anteile an der RRG an DuMont über. Im Zuge der Übernahme hatten über 30 Mitarbeitende ihren Job verloren.


Weil künftig digitale Teams die Inhalte für die Regionalteile erstellen sollen und diese dann – auch mithilfe von KI – für Apps, Webseiten, E-Paper und gedruckte Zeitung aufbereitet werden sollen, entfallen die Aufgaben, für die die RRG bisher zuständig war. Somit fallen dem Verlag zufolge bis zum 30. September 57 Vollzeitstellen weg.


Perspektive unklar
Die Geschäftsführung der RRG kündigte Gespräche mit dem Betriebsrat an, um „faire und sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Beschäftigten zu finden“. Erste Mitarbeiter hätten schon Stellen in den neuen digitalen Regio-Teams gefunden. Diese sind, anders als die RRG, nicht tarifgebunden. Neu zugeschnittene Stellen sollen zunächst intern ausgeschrieben werden. Wie viele der Mitarbeiter in den neuen Teams Arbeit finden sollen und wie die Konditionen aussehen, ließ der Verlag in seiner Mitteilung offen.


Für die Leserschaft soll sich dem Verlag zufolge nichts ändern. Die Tageszeitungen erschienen weiterhin im bisherigen Umfang, mit eigenen Lokalteilen und unveränderter Zustellung. Der Umbau sei auch kein Rückzug aus der Region. Man baue die digitalen Angebote in den Regionen sogar aus. So sollen in den kommenden Wochen in den fünf Landkreisen rund um Köln eigene lokale Digitalportale starten.

 

 

 

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