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KNA

Studie: Journalismus wichtig für Wirtschaftswachstum und Demokratie

Wo Zugang zu freien Medien ermöglicht wird, sinkt das Risiko für Menschenrechtsverletzungen – das ist eine Erkenntnis einer neuen Metastudie, die Journalismusstudien der vergangenen Jahrzehnte ausgewertet hat.

Bonn (KNA) – Laut einer aktuellen Metastudie können freie Medien einen positiven Effekt auf Demokratie, Wirtschaftswachstum und humanitäre Hilfe haben. So erzeuge etwa jeder in Journalismus investierte Dollar gesellschaftlichen Nutzen von rund 100 Dollar, fasst die Studie im Auftrag der Akademie der Deutschen Welle (DW Akademie), des International Fund for Public Interest Media und der UNESCO zusammen, die am Dienstag in Bonn veröffentlicht wurde.


Eine der untersuchten Studien über 97 Länder habe gezeigt, dass ein Rückgang der Pressefreiheit mit einem um ein bis zwei Prozent verringerten Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts einhergehe. Freie Medien stärkten die Rechtsstaatlichkeit und machten Länder attraktiver für Investoren. Die Existenz kritischer Medien sorge dafür, dass Verantwortungsträger vorsichtiger und gesetzeskonformer handelten.


Mehr freie Medien, weniger Bürgerkrieg
Eine andere Studie mit 152 untersuchten Ländern komme zu dem Schluss, dass ein besserer Zugang zu freien Medien mit einem Rückgang von Menschenrechtsverletzungen einhergehe. Wo die Pressefreiheit besser ist, sei das Risiko von Bürgerkriegen und staatlicher Gewalt geringer.


Eine Analyse von rund 2.300 Katastrophen habe laut einer weiteren Studie ergeben, dass Medienberichte internationale humanitäre Hilfe erhöhen. Ein einziger Artikel in der „New York Times“ über eine Katastrophe bringe im Schnitt eine halbe Million US-Dollar zusätzliche Hilfsgelder.


Die Metastudie von Mel Bunce, Professor für Journalistik, und Beth Pearson von der City St George’s, University of London, wurde im Rahmen des Global Media Forums der Deutschen Welle vorgestellt. Die Untersuchung bündelt Forschung vor allem aus den vergangenen zwei Jahrzehnten, teilweise aber auch ältere Grundlagenstudien.

 

 

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