Vermischtes
KNA

Verbraucherschützer fordern EU-weite Regulierung sozialer Medien

In Deutschland werden Expertenempfehlungen für neue Regeln zur Nutzung von TikTok, Instagram & Co. mit Spannung erwartet. Verbraucherschützer sprechen sich für eine Lösung auf EU-Ebene aus.

Berlin (KNA) – Verbraucherschützer in Deutschland fordern zum Schutz von Kindern und Jugendlichen eine schärfere Regulierung von sozialen Medien auf EU-Ebene. „Ein Flickenteppich aus nationalen Regelungen wäre jedenfalls nicht zielführend“, sagte die Chefin des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, Ramona Pop, den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft.


Eine von der Bundesregierung beauftragte Expertenkommission zu digitalem Jugendschutz werde bald Vorschläge zur Regulierung der Plattformen vorlegen, so Pop. Die Bundesregierung müsse sich dann auf EU-Ebene für eine schärfere Regulierung von Online-Diensten stark machen.


Gesetz für digitale Fairness erwartet
US-Tech-Konzerne zu regulieren, sei nicht einfach und gehe nur auf EU-Ebene, erklärte Deutschlands oberste Verbraucherschützerin. Der Digital Services Act müsse konkretisiert werden. Zudem werde in Brüssel an einem neuen Gesetz gearbeitet, dem Digital Fairness Act. „Es ist wichtig, dass das jetzt schnell kommt, damit nicht nur Plattformen, sondern auch andere Angebote im Netz sicherer werden.“


Die Expertenkommission für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt soll ihre Empfehlungen am 24. Juni vorlegen. Mit Spannung wird erwartet, wie sich die Kommission zu einem Mindestalter für soziale Medien positioniert.



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