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ZDF-Journalistin Tacke: Menschen suchen Orientierung und Austausch

ZDF-Journalistin Tacke: Menschen suchen Orientierung und Austausch Sarah Tacke (Foto: ZDF/Svea Pietschmann)

„Maybrit Illner“ macht bis 27. August Sommerpause. Stattdessen diskutiert Sarah Tacke auf diesem Sendeplatz in den nächsten Wochen mit Gästen. Ihr Konzept hat sie nun in einem Interview erläutert.

München (KNA) – Die ZDF-Journalistin Sarah Tacke ist davon überzeugt, dass viele Menschen sich angesichts einer sehr polarisierten Zeit Orientierung und Austausch wünschen. „Und ich erlebe, dass viele Diskussionen heute mit Meinungen beginnen, bevor überhaupt klar ist, worüber wir sprechen“, sagte die 43-Jährige der „Süddeutschen Zeitung“. Sie übernimmt vom 30. Juli bis 27. August den Donnerstag-Sendeplatz von „Maybrit Illner“ mit einer Talkshow. Darin wolle sie „erst die gemeinsame Faktenbasis schaffen, dann streiten – und am Ende möglichst auch Lösungen finden“.


Ihre Sendung unterscheidet sich nach Tackes Worten darin, dass sie nicht im Studio beginnt, sondern mit einer Straßenumfrage. Im Studio-Teil gebe es bewusst kein Publikum. Aus eigener Erfahrung wisse sie, dass man unbewusst auf Zustimmung oder Applaus hoffe, sagte Tacke. „Ohne Publikum geht es nur um das Gespräch.“ Am Schluss der Diskussion soll ein Überraschungsgast hinzukommen. „Entscheidend ist, dass diese Person den Blick auf das Thema verändert. Danach fragen wir die Zuschauer noch einmal nach ihrer Einschätzung“, sagte Tacke.

 

Debatte über Islamismus und innere Sicherheit
Wie Sarah Tacke ihre neue Talkshow inhaltlich ausrichtet, zeigte sich auch in der ersten Ausgabe. Darüber berichtet die „Welt“. Im Mittelpunkt stand nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin die Frage, wie Deutschland auf die Bedrohung durch islamistischen Extremismus reagieren sollte. Zu Gast waren unter anderem Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU), die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal, der Extremismusforscher Ahmad Mansour und der muslimische Queer-Aktivist Tugay Sarac.


Besondere Aufmerksamkeit erhielt laut „Welt“ der Auftritt des ehemaligen Salafisten Tugay Sarac. Der heutige Präventionsarbeiter warnte vor einem wachsenden Islamismus-Problem an deutschen Schulen und forderte eine „Brandmauer zum Islamismus“. Er kritisierte zudem Äußerungen des Islamratsvorsitzenden Burhan Kesici, der Homosexualität in einer ZDF-Sendung als „Abnormalität“ bezeichnet hatte.

 

 

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