In den Wettbewerb mit professionellen Werbeagenturen und Online-Druckereien steigt ab Montag die WAZ-Mediengruppe ein, Herausgeberin von Tageszeitungen ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung,", "Westfalenpost", "Ostthüringer Zeitung"), Anzeigenblättern ("Stadtspiegel") und Zeitschriften ("Freizeit Exklusiv", "die aktuelle", "Echo der Frau").
Essen - Zielgruppe sind nicht alleine die Unternehmen im WAZ-Kerngebiet Nordrhein-Westfalen, sondern die mit drei Millionen angegebenen kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die bislang auf die Dienste von Werbeagenturen verzichten.
Mit dem Angebot "www.flinq.de" erhalten die Unternehmer die Möglichkeiten, ihre Werbung (Plakate, Broschüren, natürlich auch Zeitungsanzeigen) online selbst zu gestalten. Eine Datenbank bietet neben Textvorschlägen auch Logos, Werbebilder, Grafiken oder andere Designvorlagen an.
Das von "WAZ NewMedia"-Geschäftsführer Mark-Oliver Multhaup am Samstag in der "WAZ" als in Deutschland einzigartig benannte Angebot ist das Ergebnis des Anfang des Jahres vereinbarten Deals mit dem irischen Dienstleister Tweak.com (NEWSROOM berichtete exklusiv).
Das neue Angebot sollte bereits im Frühjahr an den Start gehen, doch wie vieles im Onlinegeschäft verzörgerte sich die Umsetzung. WAZ NewMedia hat mit dem irischen Unternehmen einen Zwei-Jahres-Vertrag abgeschlossen.
Die WAZ will mit ihrem Einstieg in das so genannte "Remote Publishing" auch ihre Druckmaschinen mit privaten Aufträgen auslasten. Noch dominieren kleine und mittelständische Druckereien das Online-Printgeschäft, Experten erwarten mit dem nun tatsächlich erfolgten Einstieg der WAZ eine Marktbereinigung.
"WAZ NewMedia" ist die Onlinetochter der WAZ Mediengruppe. Zum Kerngeschäft gehören Betrieb und Weiterentwicklung der Nachrichtenportale der nordrhein-westfälischen Tageszeitungstitel. Zudem soll WAZ NewMedia stets neue Geschäftsfelder erschließen. Geschäftsführer neben Mark-Oliver Multhaup, dem früheren AP-Deutschland-Fotochef, sind Erik Peper und Volker Wentz. WAZ NewMedia ist Hälfteeigentümer von "The Media Lab", dem früheren "Madsack MediaLab".
Bülend Ürük
Medien Start-ups als neue Chance. 